Jetzt bewerben:
030 - 56 58 62 540           24h-Ruf: 56 58 62 550

Häusliche Intensivpflege: Rechtslage und Kostenträger

Als gesetzlich Versicherter haben Sie in Deutschland gegenüber Ihrer Kranken- und Pflegeversicherung grundsätzlich einen Anspruch auf umfassende Versorgung in der eigenen Häuslichkeit. Sie müssen hierbei jedoch zwischen dem Anspruch auf Behandlungspflege und dem Anspruch auf Grundpflege sowie hauswirtschaftliche Versorgung unterscheiden. Darüber hinaus bestehen weitere Ansprüche beispielsweise bei der Versorgung mit Hilfsmitteln.

Behandlungspflegerische Leistungen gemäß dem Sozialgesetzbuch V
Behandlungspflegerische Leistungen sind medizinisch notwendige Maßnahmen, wie die Überwachung der Beatmung oder das Absaugen bei Patienten mit Tracheostoma. Diese notwendigen Leistungen müssen vom Hausarzt verordnet werden. Die Kostenübernahme erfolgt über die Krankenkasse.

Sozialgesetzbuch V
Der Anspruch auf häusliche Krankenpflege sowie häusliche Intensivpflege wird durch SGB V § 37 geregelt.

Grundpflegerische Leistungen nach Sozialgesetzbuch XI
In diese Kategorie fallen Leistungsansprüche aus Körperpflege, Ernährung und Mobilität eines Patienten, welche Leistungen der Pflegeversicherung sind. Versicherte erhalten die Leistungen der Pflegeversicherung auf Antrag. Hierbei wird zwischen Sach-, Geld- oder Kombinationsleistung unterschieden.
• Sachleistung = Pflegeeinsätze durch professionelle Pflegekräfte (Sozialstationen oder soziale Dienste).
• Geldleistung = Pflegegeld für pflegende Angehörige, Freunde oder Nachbarn.
• Kombinationsleistung = Pflegegeld und Pflegesachleistungen können auch kombiniert in Anspruch genommen werden.

Entsprechend dem jeweiligen erhöhten Grundpflegebedarf wird durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) eine Einstufung in einen der Pflegegrade vorgenommen (SGB XI § 15).
Grundpflegerische Leistungen auch während der Behandlungspflege
Bei Betrachtung einer 24-stündigen Intensivpflege fallen jedoch auch während Zeiten der Behandlungspflege grundpflegerische Leistungen an. Die Finanzierung der reinen Grundpflegezeiten wird nach aktueller Rechtsprechung von der Krankenkasse und von der Pflegeversicherung getragen.

Sozialgesetzbuch XI
Im SGB XI werden Anspruch und Umfang einer Pflegebedürftigkeit definiert und die entsprechenden Leistungen der sozialen Pflegeversicherung geregelt.

Finanzierung der betreuten Wohngemeinschaften
Die Vermietung der Wohnplätze erfolgt über unseren externen Anbieter. Die Kosten für Miete und Verpflegung übernehmen Bewohner und Angehörige selbst. Die Pflegekosten werden von uns mit den für Ihren Versorgungsfall zuständigen Kostenträgern verhandelt und abgerechnet.

Für Informationen, die Ihre individuelle Situation berücksichtigen und Fragen zur Kostenübernahme bei Intensiv- und Komplexpflege stehen wir Ihnen jederzeit zur Verfügung.